Michael Eisenmeier

… über seine Philosophie und die Aurora Stiftung

Als Facharzt für Allgemeinmedizin, seit 1998 mit dem Schwerpunkt Osteopathie, bin ich dem Geheimnis des Lebens auf der Spur. Vom Elternhaus geprägt bin ich ebenso hochmotiviert, in der Welt Gutes uneigennützig zu wirken und zu fördern.

Insofern verwundert es wohl nicht, dass ich schon früh anfing, mich ehrenamtlich zu engagieren, und schlussendlich die Aurora Stiftung gründete. Doch steht hier hinter ein größeres, ganzheitliches Konzept, das ich Ihnen in den nachfolgenden Zeilen kurz näherbringen möchte.

Alles in der Welt steht in Bezug zueinander. Das Denkmuster ursächlicher Verknüpfungen habe ich für mich persönlich ersetzt durch das Prinzip der „Entsprechungen“. (Etwas, das ich gerne auch bei Vorträgen und Seminaren aufgreife.)

Dieser ganzheitliche Ansatz hat mich nicht nur beruflich, sondern auch bei meinen ehrenamtlichen Engagements immer angetrieben. Man bewirkt Gutes, um noch mehr Gutes hervorzubringen.

Sehr beeinflusst bin ich von den Gedanken und Werken Johann Wolfgang von Goethes und des griechischen Philosophen Platon. Letzterer starb 347 vor Christi Geburt. Seitdem wirken seine Gedanken in unserer Kultur immer noch fort.

Alles, was ich an Fähigkeiten ausgebildet habe, gebe ich unmittelbar an meine Patienten zur Linderung ihrer Beschwerden weiter. Doch dies wird verlöschen, wenn ich dereinst nicht mehr meine Tätigkeiten ausüben kann.

Mich hat demnach immer beschäftigt: Kann ich der Weltentwicklung etwas zu Lebzeiten einimpfen; eine Art Samen säen, der ähnlich nachhaltig wirkt wie Platons Lehren oder Goethes Literatur?

Die Aussaat von Pflanzen hat mich immer fasziniert und zu meinem 60. Geburtstag habe ich die Aktion „Brutblatt“ ins Leben gerufen. Es handelt sich hierbei um eine Pflanze, die meinen geistigen Ziehvater Goethe ebenfalls interessierte. (Daher nennt man sie zuweilen „Goethe-Pflanze.) Schon durch ein einzelnes Blatt nämlich können weitere Exemplare sprießen!

So wurde sie für mich zum Sinnbild der Fülle, die die Natur bietet, und bei dieser Aktion an Freunde und Bekannte verschenkt, um jene ebenso anzuregen, Etwas weiterzugeben.

Samen säen, Keime sprießen lassen: Alle Pflanzen vermehren sich bei guter Pflege ins schier Unermessliche. Sie sehen an diesem Beispiel, welch unerschöpflicher Reichtum uns von der Natur geboten wird!

Aus dieser ganzheitlichen Betrachtungsweise der Welt und dem Wunsch, etwas Dauerhaftes zu hinterlassen, erwuchs der Impuls, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die Jahrzehnte fortwirken kann, um Gutes zu bewirken und dem Guten zu dienen. Dann kann ich dereinst aus dem Himmel auf die Erde blicken und mich freuen, wie andere, gleichgesinnte Menschen das fortführen, was ich zeitlebens gewünscht habe, zu gestalten.

Hiervon angetrieben gründete ich in Anlehnung an meine Aktion „Brutblatt“, die leider ihr Ziel verfehlt hatte, mit anderen begeisterten Engagierten die Aurora Stiftung; zunächst jedoch als eingetragenen Verein.

Wir sind dabei offen für ständig neue Vernetzungen und möchten uns auch einbringen bei anderen Initiativen und Einrichtungen, die in Wechselseitigkeit unser Agieren in der Welt ebenso fördern können.

Jede Spende und jedes Engagement bei der Aurora Stiftung verewigt den Aktiven im Dienste des Guten. Und schon kleine Beiträge sind auf diesem Weg, die Welt ein wenig zu bereichern, etwas sehr Entscheidendes; ein erstes Saatgut, wenn man so will, aus dem eine wundervolle Pflanze sprießen kann. Und in Gemeinschaft mit anderen Pflanzen wird hieraus vielleicht mal ein großer Wald entstehen!

Lassen Sie uns gemeinsam ein Instrument schmieden, welches kontinuierlich wachsend in der Lage ist, Gutes in der Welt zu bewirken. Ich lade Sie alle herzlich dazu ein, Teil dieses Werkes zu werden. Hier und jetzt hat jeder von uns die Möglichkeit, sich in diesem Sinne einzubringen und im wahrsten Sinne des Wortes zu verewigen.

Da sind wir nämlich wieder bei den Entsprechungen: So wie in der Natur alles von Vernetzungen profitiert, können wir Menschen uns als Teil dieser ebenfalls durch Kooperation, Mitgefühl und Solidarität ein besseres gemeinschaftliches Leben aufbauen!